Malawi Trip 2012/Reisebericht

Reebok CrossFit Zürich besucht Kang’oma, Malawi 2012

Seit 2010 unterstützt Reebok CrossFit Zürich die Nonprofit-Organisation „The Face to face Aids Project“, im Speziellen deren Projekte in Malawi.

Schon lange bestand der Wunsch, die Projekte und Personen in Malawi vor Ort persönlich kennen zu lernen, um uns ein eigenes Bild machen zu können und um euch Sponsoren besser zeigen zu können, was mit dem gesammelten Geld eigentlich geschieht, wem es zu Gute kommt und welche Fortschritte die unterstützen Projekte machen.

Am 1. August 2012 war es nun endlich soweit: Coach Jeff, Mitorganisator des 24h-WOD’s und Inhaber von Hillseeker CrossFit in Richterswil, Apiyo Amolo, Moderatorin und Reporterin bei Radio Lora und Coach Moritz von Reebok CrossFit Zürich, hatten die einmalige Gelegenheit im Rahmen des Kang’oma Youth Tournament of Hope 2012 nach Malawi zu reisen. 

Mit etwa 100kg Extragepäck (Vielen Dank an alle für die T-Shirts, Trikots etc.!) haben wir uns auf eine 30-stündige Reise gemacht....dazu nur ein paar Eckdaten: Mittwoch 01.08.12 um 16.15 Flug Zürich-Frankfurt, 5h Transit in Frankfurt, 22.15 Abflug nach Johannesburg, Ankunft am nächsten morgen um 8.45, Weiterflug nach Lusaka, Sambia um 10 Uhr unmöglich, da Gate bei Ankunft in Johannesburg schon geschlossen...3-stündige Suche nach dem direkt nach Malawi eingecheckten Gepäck, 2-stündige Diskussion mit South African Airways über einen Ersatzflug nach Malawi, 18:55 Abflug nach Lusaka, Sambia, 4h Transit in Lusaka, Freitag 03.08.12 um 0.20 Abflug nach Malawi, 01.30 Ankunft in Lilongwe Malawi....endlich angekommen!

Die Face to Face Aids Projekt-Koordinatoren vor Ort, Mike Chikakuda , Arichie Kaliza und Teresa haben uns mitten in der Nacht vom Flughafen abgehohlt und uns zum „Mabuya Camp“, unserer Unterkunft für die folgenden 6 Tage gebracht.

Von links nach rechts:Coach Mo, Apiyo, und Jeff zusammen mit Mike, Teresa und Arichie, Koordinatoren vor Ort

Von links nach rechts:Coach Mo, Apiyo, und Jeff zusammen mit Mike, Teresa und Arichie, Koordinatoren vor Ort

Freitag 03.08.12

Nach ein paar Stunden Schlaf machen wir uns um 10 Uhr auf nach Kang’oma. Das Dorf liegt nur ca. 10km ausserhalb der Hauptstadt Lilongwe, doch schon in den Aussenquartieren wechselt die asphaltierte Strasse in eine Staubpiste.  Nach ca. 40min Autofahrt werden wir an einer Abzweigung wie aus dem Nichts von einer riesen Schaar singender und tanzender Kinder empfangen! Es gibt kein Weiterkommen mehr. Wir steigen aus und werden  die verbleibenden 2km im Laufschritt und mit überschwänglicher Freude, Tanz und Gesang nach Kang’oma  eskortiert.

Im Dorf angekommen werden wir von den Dorfältesten und der Kang’oma Jugendgruppe begrüsst. Stühle und Bänke werden herangeschafft,  aus dem ganzen Dorf und von den umliegenden Weilern strömen die Leute zusammen.  Es folgen diverse Reden lokaler Würdenträger, immer wieder unterbrochen von Tanz und Gesang. Wir sind überwältigt von der Herzlichkeit und Wärme der Menschen!

Das Dorf Kang’oma (und die dazugehörige Umgebung) hat ca. 3000 Einwohner. 80% der Bevölkerung gelten als Analphabeten, durchschnittlich schaffen es die Kinder bis in die zweite Klasse, die HIV-Rate ist höher als im Landesdurchschnitt (Malawi ca. 11% ), als Luxus gelten die drei öffentlichen Brunnen. In vergleichbaren Gebieten sind tägliche mehrstündige Märsche für halbwegs sauberes Wasser an der Tagesordnung.)Strom und sanitäre Anlagen gibt es nicht.

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Am Nachmittag besichtigen wir den Sportplatz, wo in den folgenden zwei Tagen das grosse Turnier stattfinden soll. Natürlich darf ein kleiner Fussballmatch mit den Gästen nicht fehlen, ich muss mich ins Zeug legen, um einigermassen mit den Jungs mithalten zu können. Gleich zu Beginn falle ich unter dem Gejohle der Zuschauer ziehmlich auf die Nase, das Feld hat so einige Tücken...

Anschliessend zeigen uns die Leute ein erstes mit eurer Hilfe gestartetes Projekt: Neuangelegte Felder, auf denen mit neuem Wissen auch in der Trockenzeit Landwirtschaft betrieben werden kann. Dies verbessert die Ernährungssicherheit und ermöglicht einen Extraverdienst auf dem Markt.

Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende, wir sind immer noch benommen vom ganzen Rummel. Morgen steht ein langer Tag vor uns, das grosse Turnier soll beginnen.

Samstag 04.08.12

Erster Tag des Kang’oma Youth Tournament of Hope, 2012

Das Kang’oma Youth Tournament of Hope soll mit Hilfe eines Sportevents Kinder und Jugendliche aus der Umgebung von Kang’oma zusammenbringen. Die von euch unterstütze Kang’oma Jugendgruppe wird bei dieser Gelegenheit Jugendliche und Erwachsene andere Dörfer mit Hilfe von Workshops und Theaterstücken über HIV/Aids, Malaria undandere Gesundheitsthemen aufklären und  mit den Dorfältesten und der Dorfgemeinschaft diskutieren, mit welchen Projekten und Anstrengungen sie weiter zur Verbesserung des Dorflebens beitragen kann. Auch wird ein mobiles HIV-Testlabor aufgestellt, wo sich Dorfbewohner kostenlos testen, beraten und betreuen lassen können.

Der Tag beginn mit einer Audienz beim Village Chief, anschliessend kommen die Chiefs der umliegenden Dörfer einer nach dem anderen. Bis alle anwesend sind und mit dem offiziellen Programm begonnen werden kann, dauert es mehrere Stunden. In dieser Zeit wird getanzt, gesungen, getrommelt, wir schütteln geschätze tausend Hände, überall fröhliche Gesichter.

Als endlich alle vollständig sind, ist es längst Mittag. Die Sonne steht senkrecht am Himmel, die Chiefs verziehen in ihren Anzügen keine Miene. Jetzt sind sie dran ihre Reden zu halten. Jeder wird vorgestellt, gebührend beklatscht und hat die Gelegenheit, sich an die versammelte Menge zu wenden. Dies nimmt einige Zeit in Anspruch...natürlich werden auch wir aufgefordert, uns vorzustellen und eine Rede zu halten...Ich halte mich kurz...

Endlich ist der offizelle Teil zu Ende und die Reihe ist ander Kang’oma Jugendgruppe. In wechselnder Zusammmensetzung trägt sie kleine Theaterstücke zu den Themen HIV/Aids, Verhütung, Malaria usw. vor. Die Dorfgemeinschaft hört gespannt zu, die Sketche werden lautstark beklatscht und kommentiert. Bei der hohen Analphabetenrate sind diese Stücke eine der wenigen Möglichkeiten Wissen weiter zu geben.

Nach weiteren Tanz- und Gesangseinlagen ist es Zeit, die teilnehmenden Teams, je acht Mädchen- und Knabenteams aus acht Dörfern vorzustellen. 

Die Freude über die mitgebrachten T-Shirts und Trikots ist gross. Gemäss Zeremoniell werden die Shirts zuerst dem Village Chief übergeben, dieser überreicht sie dann dem Teamcaptain.

Bevor alle Richtung Fussballplatz aufbrechen, überrascht Coach Jeff das Dorf mit einer Alphorneinlage! Mit seinem ausfahrbaren Karbonalphorn ist er der Star der Kinder.

Der ursprüngliche Zeitplan ist schon längst Geschichte, als das Turnier schliesslich beginnt. Da es schon später Nachmittag ist, werden die Spielzeiten ein wenig gekürzt...Die wichtigen Finalspiele finden ja erst morgen Sonntag statt...

Der überschwänglichen Torjubelnach jedem einzelnen Korb/Goal,  das Spiel ist jeweils während ein paar Minuten unterbrochen, bis der Schiedsrichter alle Fans wieder vom Spielfeld vertrieben hat..., ist unglaublich! Und für morgen werden  mehr als doppelt so viele Zuschauer erwartet...

Sonntag 05.08.12

Zweiter Tag des Kang’oma Youth Tournament of Hope 2012

Die Qualifikationsspiele zwischen den einzelnen Dörfern wurden teilweise in den vorangegangenen Wochen ausgetragen. Heute ist der grosse Tag der Finalspiele. Seit Monaten fiebern die Leute dem Ereignis entgegen!

Das Zeremoniell um die Begrüssung der Chiefs, deren Ausführungen und Erklärungen nehmen erneut den ganzen Morgen und Mittag in Anspruch...zwischendurch ziehen sie sich zum Essen zurück. Es bleibt also genügend Zeit um zu tanzen und zu singen. Alle Alterklassen haben ihren Auftritt, von den 5-Jährigen, die in einer Pause die Trommlen der Grossen übernehmen bis zum Tanz der betagteren Frauen des Dorfs. Langeweile, Ungeduldigkeit oder Stress sind Fremdwörter.

Um ca. 14h kehren die Chiefs vom Mittagschläfchen zurück und es kann nun mit der Organisation des Turniers begonnen werden...Schiedsrichter müssen gewissenhaft in die Spielregeln eingeführt werden, die Mannschaftsaufstellungen diskutiert und abgewogen werden....

Um halb vier nachmittags machen wir uns schliesslich auf Richtung Spielfeld, etwa 10min ausserhalb des Dorfs, die Sonne wird um sechs Uhr untergehen...

Das Korbballfinale der Mädchen steht als erstes auf dem Programm. Das Mädchenteam aus Kang’oma ist der grosse Favorit. Geschätze 3000 Zuschauer drängen sich um das kleine Spielfeld. Es ist das erste Mal, dass Mädchen ebenfalls an solch einem Ereignis teilnehmen können, die Begeisterung der weiblichen Zuschauer ist riesig! Einzig die Chiefs sitzen während des ganzen Korbalfinalspiels am anderen Ende des Sportplatzes, stoisch auf den Beginn des Fussballfinalspieles der Jungs wartend, und bekommen vom packenden Mädchenfinale nichts mit.

Beim Spiel geht die Post ab! Unter tosenden Anfeuerungsgesängen liefern sich die zwei Teams ein spannendes Finale. Als der erste Korb fällt, gibt es kein Halten mehr! Während fünf Minuten ist das Spiel für den Torjubel-Lauf-Tanz unterbrochen. Der junge Schiedsrichter hat grösste Mühe die tanzenden Grossmütter vom Spielfeld zu scheuchen, damit das Spiel fortgesetzt werden kann.  Bei jedem weiteren Korberfolg wiederholt sich die Szene.  Die Energie und Freude ist überwätligend. Irgendwann wird das Spiel auf Wink der Chiefs für beendigt erklärt, schliesslich will man noch 90 Minuten Zeit haben für das Fussballfinalspiel...Das Mädchenteam aus Kang’oma hat gewonnen!

Unterdessen wärmen sich die zwei Fussballteams auf.

Gemäss ursprünglichem Programm hätten Coach Jeff und ich das Warm Up mit den Teams übernehmen sollen, nun werden ich eingeladen bei ihrem traditionellen Warm Up mitzumachen. Viel interessanter. Nach viel Hüpfen, ein paar Gleichgewichts- und Stretchingübungen sind alle bereit.

Bis zum Anpfiff vergehen jedoch weitere 40 Minuten, da sich das Heimteam darüber beklagt, dass die Gegner fürs Finalspiel Spieler aufgestellt haben, die an den Qualifikationsspielen noch nicht mitgespielt haben. Die Sonne steht schon fast am Horizont, da geht es plötzlich los.

Das Spieltempo ist hoch, die Spieler, die einen barfuss die andern mit Stollenschuhen, schenken sich nichts.

Nach der ersten Halbzeit steht es 1:0 für das Heimteam.  Die zweite Halbzeit ist ausgeglichen und nach 90 Minuten steht es 2:2. Es wird eine 10 minütige Verlängerung angehängt, doch es beginnt schon zu dämmern, also muss das Penaltyschiessen entscheiden!

Die Spannung bei den Zuschauern und die Nervosität der Spieler ist mit Händen zu greifen. Die Offiziellen müssen die Fans zurückdrängen, damit sie dem zum Penalty antretenden Spieler nicht auf die Füsse tramplen, so nahe wollen alle das entscheidenden Goal mitverfolgen.

Tore fallen, Schüsse gehen übers Tor, andere werden aberkannt, ich verliere den Überblick über den Spielstand. Es ist schon dunkel als plötzlich ein ohrenbetäubender Jubel ausbricht. Das Gastteam steht als Sieger fest. Die darauffolgende Siegesfeier ist mit Worten kaum zu beschreiben, alles rennt, hüpft und schreit, hupende Motorräder mit vier Personen auf der Sitzbank kurven halsbrecherisch durch die Menge...

Nachdem sich die ersten Freudenstürme ein wenig gelegt haben, findet die Siegerehrung statt, leider ist es schon stockfinster und Strom gibt es nicht.

Was für ein unglaubliches Wochenende! Die Stimmung während dem Turnier, eingebettet in die atemberaubende Umgebung, war einmalig!

Auf dem Rückweg Richtung Hauptstadt lädt uns Mike, einer der Koordinatoren vor Ort, spontan zu sich nach Hause ein. Er will uns unbedingt etwas auf seine Keyboard vorspielen. Zusammen mit einigen Nachbarn gibt er einige Songs zum Besten. Obwohl totmüde, können wir nicht stillsitzen und lassen den Tag mit einem Tänzchen ausklingen.

Morgen werden wir nochmals ins Dorf fahren um die Kang’oma Jugendgruppe besser kennenzu lernen und mehr über ihre Aktivitäten zu erfahren.

Montag 06.08.12

Als wir am späten Morgen im Dorf ankommen, sind einige Dorfbewohner gerade dabei, ein neues Haus zu bauen.

Um teures Brennholz zu sparen, werden die aus Lehm geformten Ziegelsteine oft nicht gebacken, dies ist kostengünstiger und verhindert übermässige Abholzung, führt jedoch dazu, dass die Häuser nach zwei bis drei Saisons zerfallen und neu gebaut werden müssen.

Gerne würden wir mithelfen, doch der Village Chief möchte uns sehen. So werden wir von einigen Jugendlichen zu seinem Anwesen etwas ausserhalb des Dorfes geführt. Sein Haus besteht als eines der wenigen aus gebrannten Ziegeln und ist ein wenig grösser als die meisten anderen, sonst ist alles sehr einfach. Er erwartet uns mit seiner Grossfamilie, mehrere Frauen und etwa ein Dutzend Kinder.

Wir bedanken uns für die Gastfreundschaft während der vergangenen zwei Tage, ohne seine Einwilligung wäre das Turnier nicht möglich gewesen. Gerne lässt er sich mit Kind und Kegel für ein Fotoablichten. Ein interessantes Detail: der jeweilige Village Chief wird von den Frauen eines Dorfes gewählt, und kann auch vom Frauenrat wieder abgesetzt werden

Auf dem Rückweg ins Dorf begegnet uns eine etwa 70 jährige Frau mit einem riesigen Strohbündel auf dem Kopf. Freudig begrüsst sie uns und bestürmt uns, unbedingt nächstes Jahr wieder zu kommen, denn dieses Jahr hätte sie keine Zeit gehabt am Tunier dabei zu sein und sie hätte doch so gerne getanzt.Und promt  legt sie, immernoch das Strohbündel auf dem Kopf balancierend, ein Tänzchen hin.

Die von uns unterstützen Kang’oma Jugendgruppe hat in der Zwischenzeit zusammen mit den Gruppenleitern mit ihrer regelmässigen Sitzung begonnen. Als wir dazustossen, wird gerade lebhaft das vergangene Wochenende besprochen. Verbesserungsvorschläge für das nächste Jahr werden diskutiert, die besten Goalszenen nochmal nachgespielt...

Die Jugendgruppe besteht aus ca. 30 Jugendlichen. Die meisten sind nicht weiter als bis zur zweiten Klasse zur Schule gegangen. Die Jugendgruppe bietet ihnen nun eine Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen praktische Erfahrungen zu sammeln und ihre Zukunftsaussichten zu verbessern. Vor allem für die Mädchen geht es auch darum, traditionelle Rollenbilder aufzubrechen und ihnen in der Dorfgemeinschaft mehr Gehör zu verschaffen.

Einer der Hauptschwerpunkte der Arbeit mit der Jugendgruppe ist die Aufklärung über HIV/AIDS und Malaria. Die Jugendgruppe hat im vergangenen Jahr unter anderm mit Hilfe eurer Spenden Dutzende Dörfer in der Umgebung besucht, tausende Gleichaltrige mit Rollenspielen und kurzen Theaterstücken über HIV aufgeklärt, Statistiken zur Malaria erstellt und Moskitonetze verteilt. Sie bestellen für betagte Menschen in ihrem Dorf die Felder und kümmern sich um Aidswaisen. Ihre Begeisterung und ihr Einsatz für die Gemeinschaft ist beeindruckend. Es sind kleine Schritte, aber kontinuierlich arbeiten sie an der Verbesserung der Lebensbedinungen ihrer Dorfgemeinschaft. Dies bestärkt uns in der Gewissheit, ein sinnvolles Projekt  zu unterstützen. Es geht nicht darum einfach Geld zu verteilen, sondern den Jugendlichen zu helfen sich selbst zu helfen.

Natürlich haben die Jugendlichen unzählige Fragen an uns. Ein Junge möchte zum Beispiel wissen, ob es stimme was er gelesen habe, dass in der Schweiz über 80% der Haushalte ans Stomnetz angeschlossen seien. Wir bejahen ohne darauf hinzuweisen, dass es vermutlich eher 99% sind. Das ungläubige Staunen der ganzen Runde ist berührend. Solche, für uns so selbstverständliche Dinge, bedeuten die für diese Jugendlichen eine ganz andere Welt.

Sie freuen sich riesig über unsere Videobotschaft aus dem Tessin-Sommercamp und mit grossem Gekichere wird das mitgebrachte Fotoalbum mit den besten Bildern vom 24h-WOD durchgeblättert.

Nun wollen sie uns unbedingt noch eines der Highlights ihrer Umgebung zeigen. Barfuss geht es über Stock und Stein. Nach ca. 3km Trailrun erreichen wir eine atemberaubende Stelle am Fluss. Felsen haben einen kleinen See gestaut und unter grossem Gejohle und Gejauchze zeigen uns die kleineren Kinder, wie man auf einem nassen Baumstamm sitzend über eine Felsplatte in den Fluss rutschen kann. Unbezahlbar!

Der Tag mit der Kang’oma Jugendgruppe endet mit einem grossen Abschiedstanz, bei dem jeder seine besten Dancemoves präsentiert...

Noch lange winken wir der uns aus dem Dorf begleitenden Kinderschaar. Für dreieinhalb Tage hatten wir die einzigartige Gelegenheit, Einblick in eine total andere Welt zu kriegen, haben unglaublich warmherzige Menschen kennen gelernt und das Dorf mit all seinen vielen Kindern ist uns buchstäblich ans Herz gewachsen. Wir werden wieder kommen!

Die Zeit vor Ort in Malawi war eine eizigartig. Wie ihr euch vorstellen könnt, relativieren solche Erlebnisse all die kleinen Problemchen, mit denen wir uns hier in der Schweiz herumschlagen. Wir haben nun eine Ahnung vom Leben und den Sorgen in Malawi und dies bestärkt uns darin, unsere Anstrengungen für das Face to Face Aids Projekt weiter auszubauen.

Coach Moritz